MODERATION

d

Es gibt viele Orte und Situationen, an und in denen gute Moderation ihren Trumpf ausspielt: Konferenzen, Tagungen, BarCamps, Podiumsdiskussionen, politische Debatten – sie alle benötigen mindestens einen Moderator, der durch die Veranstaltung führt. Je besser der Moderator, desto entspannter der Verlauf.

Moderation ist die Kunst, Menschen zu führen und sich selbst aus der Gleichung zu nehmen.

Wir haben uns auf einen Ort spezialisiert, an dem eine gute Moderation Wunder wirkt: Meetings! Sei es der wöchentliche Jour Fixe, das Kick-off-Meeting eines neuen Projekts, das Daily/Weekly oder die regelmäßige Retrospektive – die meisten Meetings laufen weitaus flüssiger, wenn sie moderiert sind. Die Extraportion Struktur schafft Fokussierung, entspannt die Teilnehmer und setzt Kreativität frei.

Muss dafür ein externer Moderator her?

Manchmal. Moderation bedeutet keine Moderatorpflicht, sondern die Skills jedes Teilnehmers, ein Meeting moderieren zu können. Je mehr Teilnehmer dieses Skillset mitbringen, desto unnötiger wird ein Moderator. Je mehr Teilnehmer wissen, welche Eckpunkte eines Meetings nötig sind, welche Working Agreements funktionieren, desto flüssiger und vor allem ergebnisoffener und zugleich zielführender ist das Treffen.

Die häufigsten Kritikpunkte in Meetings sind:

"Bringt keinen oder zu wenig Mehrwert."
"Zu viele Leute, die entweder zu viel oder zu wenig zu sagen haben."
"Ich habe kaum noch Zeit zu arbeiten."
"Viel Input, wenig Output, noch weniger Outcome."

Jeder von uns hat solche Meetings schon erlebt und sich danach die Haare gerauft. Wir wohnten einst einem katastrophalen Meeting mit 8 Teilnehmern bei – als stille Beobachter – und interviewten später jeden einzelnen Teilnehmer dazu, was schief gelaufen war, aber vor allem: was er besser machen würde. Das erstaunliche Ergebnis: 6 der 8 Teilnehmer wussten genau, was schief gelaufen war und an welchen Stellen es hakte. Sie gaben brauchbare, doch stark widersprüchliche Vorschläge, was beim nächsten Mal besser laufen könnte. (2 Teilnehmer fanden das Meeting interessanterweise völlig in Ordnung.)

Was ihnen fehlte: Ein Idealszenario. Ein funktionierendes Meeting, an dem sie sich orientieren und lernen konnten. Das gaben wir ihnen: Wir stellten den Moderator, der strukturiert und subtil durch das Follow-up führte. Es gab einige leuchtende Augen, einige verwirrte Blicke und den ein oder anderen Aha-Moment.

MODERATORENSCHULE

Erfolgreiche Unternehmen haben – je nach Personalstärke – einen oder mehrere Mitarbeiter, die etwas von Moderation verstehen. Meist ergänzt das Skillset die eigentliche Aufstellung und Aufgabe des Mitarbeiters.

Zu einer guten Meetingmoderation gehört mehr als nur durch eine Agenda zu führen, die Pausen und das Ende anzusagen. Ein Moderator stellt sich auf die Teilnehmer sowie auf das Thema des Termins ein, er inspiriert, stellt die richtigen Fragen, erteilt das Wort oder nimmt es gegebenenfalls auch mal. Er achtet auf die Timeboxen, eskaliert, deeskaliert, trifft spontane Formatentscheidungen, dokumentiert, delegiert und führt unauffällig. Er ist zugleich Diener, König und Arbeitstool, und selbst, wenn alle auf ihn hören, geht es niemals um ihn selbst.

Wir bieten Ihnen dieses Skillset an, das wir in folgenden Bereichen vermitteln:

  • – Faktor Form:
    • Sinnvolles Setting einer Agenda, Timeboxes, haptische Tools und Utensilien, Meetingregeln, Working Agreements, Dokumentationen
  • – Faktor Inhalt:
    • Formatkunde, Ausflug in die gängigsten Meeting-Arten und mit welchen Formaten sie am besten funktionieren.
  • – Faktor Mensch:
    • Worte, Kniffe und Tricks, um die Teilnehmer zu verstehen, zu lesen, zu inspirieren, zu motivieren oder zu bremsen.

EIN BESONDERER FALL: RETROSPEKTIVEN

Eine Retrospektive findet in geschütztem Raum statt und verlangt Fingerspitzengefühl des Moderators. Das Team soll in regelmäßigen Abständen besprechen, was geschehen ist, was gut lief, was noch besser laufen könnte und vor allem, was die Mitarbeiter daraus lernen. Retrospektiven können je nach Teamzusammensetzung und Anspruch komplett auf der Sach- und Fachebene bleiben, Bereiche der inneren Teamzusammenarbeit aufarbeiten oder auch persönliche Punkte einzelner Teammitglieder aufgreifen.

Der Moderator muss einige Sonderregeln kennen und bestenfalls eine Auswahl an Formaten beherrschen. Wir konzentrieren uns in dieser Schulung vor allem auf die Formatkunde (es gibt 1.000e Retro-Formate), die 5 Schritte einer Retrospektive sowie auf den Faktor Mensch.

Die Schulung setzt sich zusammen aus:

 Theorieteil

     Hierfür setzen wir je nach Formatwünschen und Teilnehmerzahl 2 bis 4 Stunden an.

Praxisteil

     Der praktische Teil gliedert sich in zwei Retrospektiv-Moderationen in Ihrem Unternehmen, die wir begleiten und gemeinsam mit dem Moderator vor- und nachbereiten (je 2h). Sofern das jeweilige Team damit einverstanden ist, nimmt unser Coach als stiller Beisitzer (Sekundant) an der Retrospektive teil. Sowohl für den Moderator wie auch für uns gilt dabei die zweite Regel aller Retros: Was in dem Raum besprochen wird, bleibt in diesem Raum.